Als
neue Fraktion im Duisburger Rathaus wollen wir nun unsere Vorstellungen
gemeinsam umsetzen. Das wird angesichts der schwierigen Haushaltslage
natürlich nicht einfach werden!
Das
DWG-Arbeitsprogramm sieht folgendermaßen aus:
Jugendpolitik
Jugendpolitik bedeutet Zukunftspolitik! Dabei gilt es ein Angebot für
Jugendliche zu schaffen, das Freizeit, Bildung und sozialen Halt umfasst.
Die Stadt Duisburg hat hier mit dem ersten Duisburger Jugendparlament
große Fortschritte zu verzeichnen; Duisburg ist auf dem richtigen
Weg.
Deshalb
fordern wir:
1. Das Jugendparlament soll auf die gesamte Stadt ausgeweitet werden.
Die einzelnen Stadtbezirke sollen die Basis für ein stadtweites
Jugendparlament darstellen. Dabei soll jede weiterführende Duisburger
Schule die Möglichkeit haben im Jugendparlament vertreten zu sein;
geeignete Räume sind bereitzustellen.
2. Freie Träger der Jugendhilfe sollen besonders gefördert
werden. Gewerbliche, aber pädagogisch anspruchsvolle Angebote müssen
Teil der Jugendhilfeplanung werden.
3. Jugendliche müssen für ehrenamtliches bzw. Vereins-Engagement
gewonnen werden. Die Stadt wird aufgefordert hier attraktive Anreize
zu schaffen.
4. Spielplätze und Bolzplätze müssen in jedem Stadtteil
in ausreichender Form zur Verfügung stehen. Hierbei ist besonderes
Augenmerk auf die Qualität und Sauberkeit zu legen!
5. Die Mittagessen an Duisburger Ganztagschulen müssen kostenlos
zur Verfügung gestellt werden.
6. Jedem Duisburger Kind ist vom dritten Lebensjahr an bis zur Einschulung
(bei Elternwunsch) ein kostenloser Kindergartenplatz zur Verfügung
zu stellen.
7. In Zukunft werden bedingt durch den demographischen Wandel immer
weniger der vorhandenen Schul- oder Kindergartenräumlichkeiten
zu ihrem ursprünglichen Zweck gebraucht. Diese freiwerdenden Räumlichkeiten
sind unter der Maßgabe einer flächendeckenden Versorgung
der Betreuung von unter 3-Jährigen zuzuführen und baulich
entsprechend umzugestalten.
8. Auch in der Innenstadt soll endlich ein Jugendzentrum eingerichtet
werden!
9. Junge Duisburger Musiker sollen durch die Bereitstellung von Bandproberäumen
in städtischen Gebäuden oder Gebäuden deren Töchter
unterstützt werden.
10. Die Stadt Duisburg soll mehr Lehrstellen in der städtischen
Verwaltung bereitstellen. Eine Kürzung ist inakzeptabel! Um hier
eine höhere Bewerberzahl zu erreichen ist die Öffentlichkeitsarbeit
diesbezüglich entsprechend umzugestalten und auszubauen. Die Lehrstellen
sind nach persönlicher Eignung zu vergeben, nicht nach Schulnoten
und Abschlüssen.
11. Der Mittelvergabe im Rahmen des Jugendförderplans ist eine
Kosten-Nutzenanalyse vorzuschalten. Eine reine Bestandserhebung reicht
nicht das Geld soll wirkungsvoll ankommen, wo es gebraucht wird!
Sportpolitik
Duisburg war und ist eine Stadt des Sportes. Neben dem bekannten Fußballverein
MSV Duisburg und dem Spitzensport rund um den Sportpark ist in unserer
Stadt allerdings auch eine ausgeprägte Breiten- und Behindertensportlandschaft
mit zahllosen Vereinen und vielen Ehrenamtlichen anzutreffen. Diese
wichtigen Anker der Gesellschaft gilt es in der politischen Gestaltung
unserer Stadt zu fördern und zu unterstützen.
Deshalb fordern wir:
1. Vereine sind generell als wichtige Bestandteile jugendlicher Entwicklung
zu unterstützen.
2. Insbesondere die zahlreichen Amateurvereine unserer Stadt bedürfen
darüberhinaus finanzieller Unterstützung. Hier ist der Eigenbetrieb
DuisburgSport aufgefordert die jährlichen Zuschüsse zu den
Betriebskosten, gerade in Zeiten der steigenden Energiekosten, deutlich
zu erhöhen.
3. Der Behindertensport in Duisburg ist integratives und verbindendes
gesellschaftliches Element. Er muss in Zukunft die politische Aufmerksamkeit
bekommen, die ihm zusteht.
Stadtplanung
Duisburg ist eine Stadt im Wandel. Nach dem Stillstand der vergangenen
Jahrzehnte zeigt die Stadt Duisburg, was in ihr steckt. Mittlerweile
profiliert sich Duisburg international als Bürostandort, Logistikstandort,
Einkaufs-, Sport- und lebenswerter Großstadt. Doch es ist noch
viel zu tun!
Deshalb fordern wir:
1. Der Masterplan Innenstadt soll konsequent umgesetzt und weiterentwickelt
werden.
2. Die Stadtteile wurden in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt.
Sie müssen in das Zentrum der Kommunalpolitik rücken und gestärkt
werden.
3. Ein Masterplan Münzstraße muss entwickelt werden, Einzel-
bzw. Falllösungen reichen hier nicht aus.
4. Familienfreundliche Wohnformen sind zu fördern, familienfreundliche
Quartiere sind zu entwickeln.
5. Architektonisch und städtebaulich muss Duisburg am Puls der
Zeit sein. Gesellschaftliche Neuerungen und Entwicklungen müssen
sich hier wiederspiegeln.
6. Öffentliche Gebäude sind konsequent den ökologischen
Energiestandards anzupassen!
7. In der Innenstadt sind weitere Anwohnerparkplätze auszuweisen.
Besucher der Innenstadt sollen ihre Parkkosten durch ein einheitliches
Parkrabattsystem im Zuge ihres Einkaufs senken können. Der Einzelhandel,
sowie die Entwicklungsgesellschaften sind aufgefordert ein solches System
abzustimmen.
8. Die Öffnungszeiten des Einzelhandels in der Innenstadt sind
dringend zu vereinheitlichen. Zu diesem Zweck regen wir einen Diskurs
zwischen der Innenstadtentwicklungsgesellschaft, der Duisburger Marketing
Gesellschaft und den Gewerbetreibenden, sowie ihren innerstädtischen
Zusammenschlüssen an.
9. Lichtsignalanlagen sind, wo es die Sicherheit zulässt, konsequent
zurückzubauen. An geeigneten Stellen sollen dann sichere, sinnvolle
aber auch preiswerte Alternativen gefunden werden.
10. Die massiven Asphaltschäden vieler Duisburger Straßen
sind schnellstmöglich zu beheben. Infrastruktur ist gerade in Duisburg
von herausgehobener Bedeutung!
11. Duisburg soll zu einer fahrradfreundlichen Stadt werden. Das Fahrrad
soll in Duisburg zu einer oft und gerne genutzten Alternative zum PKW
werden.
12. Duisburg soll sich als Universitätsstadt verstehen und ihre
Planungen verstärkt daran ausrichten. Zu diesem Zweck hat die Stadt
eine Koordinierungsstelle zwischen Universität und Stadt einzurichten.
Es ist wichtig studentisches Leben in unserer Stadt zu etablieren!
13. Die Weißen Riesen in Homberg sollen zurückgebaut
werden. Städtebauliche Entwürfe sind unter
Prämisse der Familienfreundlichkeit einzuholen.
14. Duisburg muss eine barrierefreie Stadt werden. Problempunkte sind
konsequent abzubauen.
15. Ein PKW -Verkehrsübungsplatz für Fahrschüler ist
in Duisburg einzurichten!
16. Die unkontrollierte Ansiedlung von Wettbüros und Spielhallen
ist im Sinne einer positiven
öffentlichen Wahrnehmung zu unterbinden.
17. Die Stadt Duisburg braucht endlich ein Hallenkonzept das den ehrlichen
Bedarf in den jeweiligen Stadtteilen und der Innenstadt ermittelt.
18. Die Stadt Duisburg soll sich auch weiterhin verstärkt für
ein zukunftsgewandtes und innovationsfreundliches Image einsetzen, um
mit vergangenen Tagen abzuschließen.
Finanzpolitik
Eine gute und solide Finanzpolitik darf in einer überschuldeten
Stadt wie Duisburg nicht länger nur Teil von Programmen und Absichtserklärungen
bleiben. Wir müssen im Sinne der Zukunft unserer Stadt endlich
handeln jetzt!
Deshalb fordern wir:
1. Die Duisburger brauchen Perspektiven. Hierfür ist eine sanierte
Stadtkasse unentbehrlich. Der Haushalt muss daher schnellstens konsolidiert
und die Stadt somit konsequent entschuldet werden!
2. Der Rat der Stadt hat eine Haushaltskommission zu gründen, in
der Politik und Verwaltung den Haushalt systematisch und Hand in Hand
nach sinnvollen Sparpotenzialen durchsuchen.
3. Die Stadt Duisburg soll sich dafür einsetzen, dass die Gelder
des Solidaritätspaktes nicht länger stur nach Himmelsrichtung,
sondern endlich nach Bedürftigkeit verteilt werden. Wir können
nicht länger mittels belastender Kredite den Osten unterstützen!
4. Die Stadt Duisburg soll sich für eine konsequentere Umsetzung
des Konnexitätsprinzips einsetzen und so eine gerechtere Verteilung
von Aufgaben und deren Finanzierung zwischen Bund, Land und Kommune
erwirken.
Wirtschaft
Trotz bürgerschaftlichen und politischen Engagements, trotz unumgänglicher
Sparpolitik und innovativer Finanzierungsmodelle, die finanzielle Schieflage
der Stadt kann nur mit einer Verbesserung der Einnahmeseite zurechtgerückt
werden. Daher müssen Unternehmen angelockt und gehalten werden.
Deshalb fordern wir:
1. Attraktives Bauland ist bereitzuhalten, Konversionsflächen sind
für Firmenansiedlungen zu erschließen.
2. Duisburg muss selbstbewusst auf seine Rolle als Oberzentrum beharren.
Die dominierende Rolle der Nebenzentren (insbesondere der kleineren
Nachbarstädte) im Einzelhandelsbereich ist weiter zu brechen.
3. Duisburg ist die Logistikdrehscheibe Deutschlands. Der Standort ist
weiter auszubauen und offensiv zu bewerben.
4. Duisburg muss weiter überregional vernetzt werden. Dabei hat
Duisburg Teil des Ruhrgebiets und Oberzentrum des Niederrheins zu sein.
5. Duisburg muss die Touristikbranche als einen Wachstumsbereich der
Zukunft erkennen und noch intensiver als bisher an der touristischen
Vermarktung der Stadt Duisburg und seiner zahllosen kulturellen Angebote
arbeiten.
Sicherheit
Für eine Großstadt wie Duisburg, ist das objektive, wie subjektive
Sicherheitsempfinden ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität
ihrer Bürger. Besonderes Augenmerk gilt hier der Jugend und Senioren
unserer Stadt. Überdurchschnittlich oft sind es Jugendliche und
Senioren, die Opfer, gleichermaßen aber auch Jugendliche die zu
Tätern werden.
Deshalb fordern wir:
1. Bereits auffällige Kinder unter 14 sollen von Polizei und Jugendamt
in enger Abstimmung intensiv betreut werden (zuvor nur 14-18-jährige).
Ein Abdriften in die Kriminalitätskarriere ist um der Jugendlichen
Willen mit aller Kraftanstrengung zu verhindern. Es gilt: Betreuen statt
Verdrängen!
2. Höhere Polizeipräsenz vor den Duisburger Diskotheken. Der
Heimweg muss für alle Feiernden sicher sein!
3. Videoüberwachung an Gefahrenschwerpunkten (Innenstadt, gefährdete
Wohnlagen).
4. Zivilcourage ist zu fördern. Sie muss von der Stadt wahrgenommen
und besonders belohnt werden.
5. Die Stadt Duisburg soll sich für folgendes einsetzen: Eine vollwertige
Polizeiwache oder Dienststelle für jeden Stadtbezirk. Ersatzweise
kann das
Modell der kommunalen Ordnungspartnerschaft angewandt werden. Polizeibeamte
müssen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, Einbürgerungen
mit
anschließendem Polizeidienst von Bürgerinnen und Bürgern
mit Zuwanderungsgeschichte sind sehr zu begrüßen. Diese Beamten
sind dann gezielt einzusetzen!
Nahverkehr
Der Öffentliche- und der Schienen-Personen-Nahverkehr ist in Zeiten
des Klimawandels und der Gefahren durch Feinstäube ein wichtiges
Instrument kommunaler Umwelt- und Gesundheitspolitik. Die prekäre
Haushaltslage zwingt zur Innovation.
Deshalb
fordern wir:
1. Schluss mit unkoordiniertem Flächen-ÖPNV. Ein Zukunftskonzept
ÖPNV/SPNV soll Busse und Bahnen ideal koordinieren und so Zeit
und Geld der Steuerzahler sparen.
2. Die Möglichkeiten zum Einsatz von Rufbussen und Sammeltaxen
in Niedrigfrequenzzeiten sind zu prüfen und gegebenenfalls umzusetzen.
3. Die Stadt Duisburg soll sich im VRR für die Vergabe von SPNV-Aufträgen
an Private neben der Bahn einsetzten. Das Preis-Leistungsverhältnis
ist dort momentan nicht tragbar!
4. Die Stadt Duisburg soll sich im Verbund mit dem VRR und anderen Verkehrsverbünden
für eine gerechtere Verteilung der Regionalisierungsmittel im Bund
einsetzen.
5. P(ark)&R(ide) ist auszubauen, entsprechender Parkraum ist bereitzustellen.
6. Die ÖPNV-Anbindung an den Innenhafen ist massiv auszubauen.
7. Weitere Nachtbuslinien sollen eingerichtet, die Frequenzen, sowie
die Linienführung der bereits bestehenden Linien deutlich ausgebaut
werden.
Integrationspolitik
Radikale Parteien sind ein großes gesellschaftliches Problem.
Mit ihren scheinbar heilsbringenden Antworten im populistischen Gewand
erringen sie in den Ländern und Kommunen beachtliche Wahlerfolge.
Deshalb fordern wir:
1. Eine weitere Ghettobildung in unserer Stadt ist mit aller Kraft zu
verhindern Monokulturalität verhindert Integration!
2. Die Fördermaßnahmen zur Reduzierung von Jugendarbeitslosigkeit
hier besonders unter Migranten sind weiter auszubauen.
3. Sprachförderung ist einer der zentralen Schlüssel zur gelungenen
Integration. Sinnvollerweise beginnt sie allerdings schon im frühkindlichen
Alter, also bei Eintritt in die Kindertagesstätten oder Kindergärten.
Die städtischen Mittel zur Sprachförderung indes sind weiter
aufzustocken, keinesfalls jedoch zu reduzieren.
4. Alle offiziellen Veröffentlichungen der Stadt Duisburg und deren
Töchter sind in der deutschen Sprache zu erstellen, um die sprachliche
Integration von Migranten auch zu fordern.
5. Die finanzielle Ausstattung der Beiräte hier insbesondere
des Beirates für Zuwanderung und Integration muss verbessert
werden, um eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit dieser Gremien
zu garantieren.
6. Die Stadt wird aufgefordert in regelmäßigen Abständen
Stammtische mit den Eltern aller Duisburger Grundschulen abzuhalten.
Hierbei sollen Mitarbeiter der Verwaltung an sie herangetragene Probleme
lösen, sowie auf vielleicht bestehende Schwierigkeiten hinweisen
und Hilfe anbieten.
7. Integrationsarbeit ist auf allen Ebenen zu leisten und zu unterstützen.
Insbesondere die Vereine übernehmen hier eine wichtige Rolle. Kommunale
Integrationspolitik für Jugendliche muss sich auf das ehrenamtliche
Engagement der Vereine stützen. Enge Integrationspartnerschaften
zwischen Stadt und Vereinen sind hier zu knüpfen.
8. Eine Zusammenarbeit demokratischer Parteien mit links- oder rechtsradikalen
Parteien ist
auszuschließen!